"Verein für öffentliche Sicherheit und Ordnung"

Was soll so ein Verein?

Hat das Ehrenamt überhaupt die Möglichkeit,
nicht nur zu Wahlkampfzeiten sich zu diesem wichtigen Thema zu positionieren und
sich engagiert gesamtgesellschaftlich einzubringen?


Die öffentliche Sicherheit umfasst die Unversehrtheit des Lebens,
der Gesundheit, der Ehre, der Freiheit und des Vermögens,
der Rechtsordnung und der Einrichtungen des Staates
und sonstiger Träger von Hoheitsgewalt
einschließlich der ungehinderten Ausübung
dieser Hoheitsgewalt.
Die öffentliche Ordnung umfasst die Gesamtheit der
ungeschriebenen Regeln für das Verhalten
des Einzelnen in der Öffentlichkeit, soweit die Beachtung
dieser Regeln nach herrschenden Auffassungen als
unerlässliche Voraussetzung eines geordneten
Gemeinschaftslebens betrachtet wird.

(Feststellung des Bundesverfassungsgerichtes)

Praktisch ausgedrückt: der Schutz des Lebens,
der Schutz des vaterländischen
und religiösen Empfindens, der Schutz gegen
z.B. nächtlichen Lärm, der Schutz
der Leichtigkeit des Verkehrs, die Beseitigung
von Obdachlosigkeit und vieles
andere mehr.

Unserer Meinung nach sind nicht die Behörden allein
für Menschen und deren Zusammenleben verantwortlich.
Wir alle sollten nicht wegsehen, sondern aufeinander zugehen,
kommunizieren und aufrecht gehen, konsequent gegen jede
Normverletzung und Gefährdung des Zusammenlebens,
wenn auch nur verbal, vorgehen.

Ein ausländischer Mitbürger wird in der Straßenbahn
angepöbelt - der Ruf nach Polizei und Sicherheitsdienst
wird laut - das energische Einschreiten der anderen,
häufig nicht mal in der Minderheit vorhandenen
Unbeteiligten bleibt aus.
Die mangelnde bzw. fehlende Zivilcourage,
die Rechtsunsicherheit und häufig auch die Angst einzugreifen
oder als Zeuge aufzutreten, richten einen sehr hohen Schaden an.
Was wird dieser Ausländer, vielleicht ein Student,
nach Jahren in seinem Heimatland über uns Deutsche berichten?

Der Ruf nach einem starken Staat, nach stärkeren Gesetzen,
im Einzelfall sogar verständlich, kann nicht beheben,
was in der noch so kleinen Gemeinschaft unterlassen wird.
Die Familie kann sich nicht auf die Schule verlassen,
die Schule nicht auf das Jugendamt, das Jugendamt
nicht auf die Polizei, die Polizei nicht auf die Justiz,
wenn es um Defizite, z.B. im Normverhalten von Jugendlichen,
geht. Ein Abwälzen der Verantwortung auf Andere oder gar
ein "nicht zuständig sein" sollte uns allen als Ansporn dienen,
diesen Tendenzen ressort- und standesübergreifend,
egal, ob als Sozialhilfeempfänger, Akademiker, Arbeitsloser,
Unternehmer, Arbeiter, Beamter, Angestellter, Schüler, Lehrling,
Rentner oder Student entgegen zu wirken. Die Würde des Menschen,
so wie es Art. 1 des Grundgesetzes besagt, sollte zum
Maß der Dinge unseren Handelns werden.
Wir haben dies in unserer Satzung verankert und sind für jede
Unterstützung dankbar.
Ob es etwas bringt, sich ehrenamtlich zu engagieren,
müssen unsere Enkel und Urenkel beurteilen, denn diese erben,
ob sie wollen oder nicht, unsere gesellschaftlichen Erfolge oder
Misserfolge. In diesem Sinne verbleibe ich
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Matthäi

VÖSO e.V.